Auslieferungsquote-E-Mail-Marketing-800

Wenn die Conversion Ihres Newsletters unbefriedigend ist, könnte ein Problem beim Ausliefern Ihres Newsletters die Ursache sein.

Eine schlechte Auslieferungsquote ergibt automatisch schlechte oder rückläufige Öffungs- und Klickraten. Denn: was nicht im Posteingang landet, kann nicht geöffnet und schon gar nicht geklickt werden.

Glücklicherweise können die meisten E-Mail-Versandsysteme folgende Werte reporten:

  • Anzahl angeschriebener Empfänger (brutto Auslieferungsmenge)
  • Anzahl erreichter Empfänger (netto Auslieferungsmenge)
  • Anzahl nicht erreichter Empfänger (Hard- und Softbounces)

Na bitte, alles null Problemo!

Dummerweise sagen diese Werte aber nicht aus, wie viele E-Mails tatsächlich im Posteingang Ihrer Abonnementen gelandet sind. Speziell der Wert „nicht erreichte Empfänger“ wird nur angezeigt, sofern der E-Mail-Anbieter (Provider) des Empfängers dies meldet.

Leider senden E-Mail-Anbieter nur sehr selten eine Rückmeldung an den Absender von E-Mails, wenn die entsprechende E-Mail Newsletter als Spam klassifiziert oder im Junk-Ordner gelandet sind. Hier kocht jeder E-Mail Provider so sein eigenes Süppchen. Oft werden deshalb hohe Auslieferungsquoten im Reporting ausgewiesen, obwohl ein großer Teil der Aussendung niemals im Posteingang der Empfänger angekommen sind.

Was nun?

Gibt es einen Weg, die korrekte Auslieferungsquote zu messen oder zumindest näher zu bestimmen?

Tipp: Domain-Endungen auf Auffälligkeiten prüfen

Eine Möglichkeit, dies herauszufinden, ist die Newsletter Datenbank nach Domain Endungen (z. B. …@gmx.net, …@yahoo.de, etc)  zu sortieren und diese dann im Anschluss nach Domaingruppen zu versenden. Hierbei haben Sie die Möglichkeit (gleiche Inhalte und Versandzeiten vorausgesetzt), über ihr Reporting die genauen Öffnungs- und Klickraten nach Domainendungen sortiert zu sehen. Wenn es hier große Abweichungen nach unten gibt, ist davon auszugehen, dass Ihre Werbebotschaft bei dieser/diesen Domain(s) als Spam klassifiziert wurde.

Dieses Vorgehen funktioniert richtig gut, erfordert aber auch mächtig viel Aufwand. Außerdem ist die Analyse extrem kniffelig, allein schon wegen der Vielzahl an E-Mail Providern.

Tipp: Testadressen anlegen 

Durch das Anlegen von E-Mail Testadressen bei großen Providern können Sie sich zumindest einen groben Überblick über die Handhabung Ihrer Newsletter bei den entsprechenden Providern verschaffen. Fügen Sie diese Testadressen einfach in Ihrem Newsletterverteiler ein. Dadurch ist gewährleistet, dass Ihr Newsletter immer auch auch an die Testadressen versendet wird – und sie behalten den Überblick darüber, was bei den verschiedenen Providern mit Ihrem Newsletter passiert. Das ist einfach, raubt aber leider ebenfalls viel Zeit. Zumal Sie streng genommen auch bei jedem Provider überprüfen müssen, was mit Ihren Newsletter geschieht, wenn eine Weiterleitung oder ein Abwesenheitsassistent bei der jeweiligen Testadresse eingerichtet ist.

Tipp: Externer Monitoring Anbieter

Fehlt Ihnen schlicht die Zeit, Ihre Testadressen auf all diese Eventualitäten zu prüfen oder fehlen Ihnen technische Ressourcen zur Datenbankumstellung wie im ersten Tipp beschrieben, dann können Sie sich auch an einen Monitoring Anbieter wenden. Dieser verfügt u.a. über eigene Testadressen und kann darüber – weitestgehend automatisiert – entsprechende Auswertungen zur Verfügung stellen.

Da eine gute Conversion-Rate das Ziel von jeder E-Mail-Kampagne ist, ist es notwendig, im Falle schlechter Conversion-Raten zu reagieren.

Die oben genannten Tipps können Ihnen zumindest ein bisschen dabei helfen, rechtzeitig zu reagieren und die richtigen Maßnahmen ergreifen zu können und nicht mit der Lanze im Nebel zu stochern, wenn es um die Performance Ihres Newsletters geht.